Über mich

TUBA, WIE DAS INSTRUMENT – ODER DER BAUM

Oft stelle ich mich vor mit den Worten „ich heiße Tuba, wie das Instrument“– und habe Glück, denn das bleibt hängen. In Wahrheit aber heiße ich Tuba, wie ein Baum im Paradies. Und auch hierbei habe ich Glück, denn das entspricht mir mehr: Der Tuba-Baum steht kopfüber; seine Wurzeln ragen in den Himmel, seine prächtige Baumkrone mit den saftigsten Früchten liegt am Boden, den Menschen nah und ergeben.

Ich bin als Tochter türkischer Arbeiter-Eltern, Enkelin türkischer Gastarbeiter-Großeltern in Lübeck auf die Welt gekommen. Ich bin die erste in meiner Familie, die von zu Hause ausgezogen, zum Studieren an die Uni und für Jobs und Praktika ins Ausland gegangen ist. Auf den eigenen Beinen stehen, zur eigenen Identität finden und selbstbestimmt leben – nichts davon eine Selbstverständlichkeit, aber jede Mühe wert.

In den letzten sieben Jahren habe ich in verschiedenen Bereichen der Digitalwirtschaft gearbeitet. Aktuell bin ich als Beraterin im Bereich Verwaltungsdigitalisierung angestellt. Ich glaube daran, dass Digitalisierung gerechte Zugänge und barrierefreie Teilhabe für alle Menschen sicherstellen kann. Dafür müssen wir bei der Verwaltungsmodernisierung, aber auch im Bereich Smart City die entsprechenden Weichen stellen. Auch die international aufgesetellte Digitalwirtschaft, für die Berlin immer spannender wird, muss die bestehende Diversität der Stadt widerspiegeln. Die Stadt, die Politik, die Verwaltung und die Wirtschaft sind für die Menschen – und die sind eben divers. 

Ich bin ehrenamtliche Antidiskriminierungsbeauftragte bei den Berliner Grünen und überzeugte Verfechterin von Diversität in allen Bereichen des öffentlichen Lebens. Für mich sind Diversität und Antidiskriminierung zwei Seiten einer Medaille und müssen gemeinsam gedacht werden. Dafür setze ich mich auch als Sprecherin der AG Antirassismus & Vielfalt der Grünen in Berlin Mitte ein. Mein Politikverständnis sagt, Menschen können nicht gezwungen werden, sich zu integrieren, sondern müssen mitgenommen werden. Für mich ist die pauschale und einseitige Forderung nach Integration ist zu einer machtzementierenden Floskel verkommen. Ich will Menschen gewinnen. Ich will Politik nicht nur für sie, sondern mit und von ihnen!

Am 26. September stehe ich als Direktkandidatin für das Berliner Abgeordnetenhaus für den Wahlkreis Gesundbrunnen zur Wahl. Die Herausforderungen im Gesundbrunnen kenne ich aus meiner eigenen Biografie. Ich weiß, mein Weg ist kein Zufall, aber eben auch keine Selbstverständlichkeit. Es darf aber nicht die Frage von Glück über den Erfolg und Aufstieg von Menschen entscheiden. Anerkennung, gerechte Teilhabe, Aufstiegsperspektiven und Bildungsgerechtigkeit müssen allen Menschen gleichermaßen zugänglich sein.

#EchteChancen. #FürdenGesundbrunnen. Dafür kämpfe ich.