Besuch in der Jesus Miracle Harvest Church

In meinem Wahlkreis in der Koloniestraße liegt die Jesus Miracle Harvest Church.

Eine freikirchliche Gemeinde, getragen von der Schwarzen Community – und für viele weit mehr als ein religiöser Ort: ein sozialer Treffpunkt, ein Schutzraum, eine Anlaufstelle.

Gerade für Communities, die in städtischen Strukturen oft wenig sichtbar sind, sind solche selbstorganisierten Orte zentral: für Teilhabe, gegenseitige Unterstützung und Schutz vor Ausgrenzung.

Die Gemeinde finanziert sich vollständig privat, über Spenden, und stellt ihre großen Räumlichkeiten auch anderen Communities zur Verfügung. Gemeinwohlarbeit, die oft selbstverständlich erwartet wird, aber kaum abgesichert ist.

Umso schwieriger sind die Herausforderungen: hohe Energiekosten, fehlende Mittel für energetische Sanierung und aktuell ein Dachschaden, der im Zuge von Bauarbeiten einer landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft entstanden ist. Dass sich ein Landesbetrieb hier bislang nicht zurückmeldet, ist nicht akzeptabel. Ich habe nachgefragt und werde nachhaken.

Ich bin froh, dass es diese Kirche in meinem Wahlkreis gibt. Schwarze Communities brauchen Sichtbarkeit, eigene Organisationsstrukturen und verlässliche Räume.

Wer sich so öffnet, andere Communities einbindet und Verantwortung im Kiez übernimmt, darf nicht unsichtbar bleiben, sondern muss auch politisch gesehen und unterstützt werden⁩.