In der Nacht von Samstag auf Sonntag haben meine Kolleg:innen Silke Gebel, Jian Omar, Marian Luka, Lela Sisauri und ich uns am Berliner Hauptbahnhof ein nächtliches Bild der Situation von ankommenden Geflüchteten gemacht.
Ganz allgemein macht es das Herz schwer, die vielen Frauen und Kinder anzutreffen, die in einem fremden Land, inmitten fremder Menschen mit großer Angst und Schmerz auf eine ungewisse Zukunft blicken müssen.
Es schien uns, dass sich die Lage in Vergleich zu den Anfangstagen um einiges verbessert hat. Der Senat arbeitet auf Hochdruck, eine bessere Verzahnung von hauptamtlichen Strukturen mit der Arbeit der Ehrenamtlichen ist aufgesetzt. Den unermüdlich arbeitenden Ehrenamtlichen und dem aufmerksamen Sicherheitspersonal gebührt großer Dank. Doch ist Unterstützung vom Bund, die Verteilung von Geflüchteten in andere Bundesländer dringend notwendig. Berlin als Knotenpunkt funktioniert besser, wird aber noch einiges mehr zu stemmen haben, zumal der Peak des Geflüchteten Zustroms nicht erreicht zu sein scheint. Die anhaltende Solidaritätswelle und die besser strukturierte Arbeit des Senats gibt Hoffnung.
Ich wünschte, es gäbe mehr Hoffnung auf einen baldigen Frieden.