Zu Besuch bei Casa-Dar

⁨Seit vergangenen Freitag liegt nun endlich der Senatsentwurf des Haushaltsplans vor. Und es ist gar nicht so trivial, sich in zwei (bzw. vier) Einzelpläne hineinzuarbeiten, wie ich vorher dachte. Das kostet ganz schön viel Energie und wird mich noch eine ganze lange Weile beschäftigen – und sehr wahrscheinlich auch immer wieder in den Wahnsinn treiben.

In dieser Woche starten bereits die ersten fachpolitischen Besprechungen, es geht um sehr viel: eine gerechte, lebenswerte und sozialökologische Stadt für alle hat nun mal ihren Preis!

Für eine kurze Weile habe ich heute den Kopf aus den Einzeplänen gezogen und im Soldiner Kiez die nächste Runde meiner Antrittsbesuche abgehalten. Gerade in dieser neuen Phase der Lockerungen in der Pandemie auf der einen Seite, mit der Ankunft der ersten Geflüchteten aus der Ukraine auf der anderen, war es gut, Gesprächsfäden wieder aufzugreifen und auch neue Herausforderungen zu besprechen.⁩

Mit „Casa-Dar“ sowie „frisbee“ stellt Casablanca als Jugendhilfe-Träger zwei sehr wichtige Angebote im Soldiner Kiez. Casa-Dar richtet sich an Grundschulkinder und fokussiert gerade ihre Eltern, die gezielt unterstützt und empowered werden, um mit der Benachteiligung und Diskriminierung ihrer Kinder umgehen zu können. Ein unglaublich wichtiges Unterfangen, das meinen größten Respekt verdient. Frisbee ist ein Schutzraum, in dem junge Menschen einfach Kind sein können und wo es nur um sie geht, um den engagierten Erzieher Lazslo zu zitieren. Gerade junge, aufgeweckte Mädchen können sich hier ausprobieren, neue Hobbys finden und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Es fehlen aber gerade Angebote für Jungs im Jugendlichenalter, klassisches Streetworking und Schutzräume. Da muss in den nächsten Jahren mehr passieren, wenn wir diese jungen Menschen nicht verlieren wollen.

Um viele Impulse und Gedanken bereichert, ging es für mich zurück an den Schreibtisch. Um die nächste Anfrage, das nächste Konzept zu entwerfen. So viel Ideen, so viel Möglichkeiten!