Letzte Woche waren wir bei der Landesvereinigung selbsthilfeberlin Berlin e.V. in der Littenstraße. Die dortige Antidiskriminierungsberatung Alter, Behinderung und chronische Erkrankungen (ADB) ist eine der wichtigsten Stellen in Berlin, wenn Menschen Diskriminierung erleben – im Gesundheitswesen, bei Behörden, am Arbeitsplatz, in der Schule oder im Alltag.
Im Gespräch wurde sehr deutlich: Diskriminierung aufgrund von Behinderung ist kein Randthema, sondern Ausdruck struktureller Barrieren und ableistischer Verwaltungs- und Entscheidungspraktiken. Die ADB arbeitet hier beeindruckend entschlossen entgegen – niedrigschwellig, unabhängig, menschenrechtsbasiert. Sie stärken Betroffene, dokumentieren Missstände und machen sichtbar, wo unser System Menschen nicht gerecht wird.
Für uns ist klar: Berlin braucht eine starke, verlässliche und unabhängige Antidiskriminierungsstruktur, die Barrieren abbaut statt reproduziert, Beschwerdewege stärkt, Verwaltungspraxis kritisch begleitet, und echte Teilhabe in allen Lebensbereichen durchsetzt.
Die Perspektiven der Selbstvertretung müssen politisch viel stärker gehört werden. Sie gehören in Gesetzgebung, in die Verwaltung, in Förderentscheidungen und in jede Debatte über Inklusion, die diesen Namen verdient.
Vielen Dank für den offenen Austausch und eure unverzichtbare Arbeit für eine diskriminierungsfreie Stadt.